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03.11.2026 8

DIE SURE Al-KAHF ALS SCHUTZ VOM DAJJAL – FURKAN BIN ABDULLAH

DIE SURE Al-KAHF ALS SCHUTZ VOM DAJJAL – FURKAN BIN ABDULLAH

DIE SURE Al-KAHF ALS SCHUTZ VOM DAJJAL – FURKAN BIN ABDULLAH
 

Bevor der Dajjal als Person erscheint, wird zunächst sein System entstehen. So wie der Mahdi bei seinem Auftreten bereits ein gefestigtes System vorfinden wird, wird auch der Dajjal auf Strukturen treffen, die sein Erscheinen vorbereitet haben. Nach diesem Verständnis wird derjenige, den Christen als ihren Messias erwarten, für uns Muslime der Dajjal sein, während unser wahrer Messias von ihnen als Dajjal betrachtet werden wird. Das System des Dajjals wird von extremer Täuschung und Irreführung geprägt sein. Es wird sich den Menschen als passend, zugänglich und mit ihren Bedürfnissen vereinbar präsentieren, sodass es ihnen leichtfallen wird, sich einzufügen und unterzuordnen. Gerade darin liegt die Gefahr: Muslime werden massenhaft in den Kufr fallen, ohne überhaupt zu bemerken, dass sie die Grenzen ihres Glaubens überschritten haben.

In diesem Zusammenhang berichtete uns unser Prophet ﷺ, wie wir uns vor ihm schützen können. Der Prophet Muhammad ﷺ sagte:

مَن حَفَظَ عَشْرَ آياتٍ من أوَّلِ سُورَةِ الكَهفِ، عُصِمَ من فِتنةِ الدَّجالِ

„Derjenige der die ersten zehn Verse der Sure al-Kahf auswendig lernt, ist von der Fitna des Dajjals beschützt.“ (Sahih Muslim 809; Abu Dawud 4323; Imam Ahmad 21712)

مِنْ آخِرِ سورةِ الكهف.

In einem anderen Bericht: „… vom Ende der Sure al-Kahf.“ (Sahih Muslim 809)

فمن أدركَه منكم فلْيقرأْ عليه فواتحَ سورةِ الكهفِ فإنها جِوارُكم من فتنتِه

„Wer von euch ihm begegnet, soll ihm die Anfangsverse der Sure al-Kahf vorlesen. Denn sie sind euer Schutz vor seiner Versuchung.“ (Abu Dawud 4321)

مَن سَمِعَ مِن الدَّجَّالِ فلينأ مِنهُ؛ من سَمِعَ من الدَّجَّالِ فلينأ منهُ؛ فإنَّ الرَّجلَ يأتيهِ يحسِبُ أنَّهُ مؤمنٌ فما يزالُ بِه لما معَه منَ الشُّبَه حتَّى يتَّبعَه

„Wer vom Dajjal hört, soll sich von ihm fernhalten. Denn bei Allah: Ein Mann wird zu ihm kommen und meinen, er sei gläubig; dann wird er ihm wegen der Zweifel, die er hervorruft, folgen.“ (Abu Dawud 4319; Imam Ahmad 19968)

مَنْ قَرَأَ سُورَةَ الْكَهْفِ كَمَا أُنْزِلَتْ كَانَتْ لَهُ نُورًا يَوْمَ الْقِيَامَةِ مِنْ مَقَامِهِ إِلَى مَكَّةَ، وَمَنْ قَرَأَ عَشْرَ آيَاتٍ مِنْ آخِرِهَا ثُمَّ خَرَجَ الدَّجَّالُ لَمْ يُسَلَّطْ عَلَيْهِ

„Wer die Sure al-Kahf so liest, wie sie herabgesandt wurde, für den wird sie am Tag der Auferstehung ein Licht von seinem Standort bis nach Mekka sein. Und wer zehn Verse von ihrem Ende liest und dann der Dajjal hervortritt, über den wird er keine Macht erhalten.“ (an-Nasāʾī, as-Sunan al-Kubrā, und al-Ḥākim)

مَنْ قَرَأَ سُورَةَ الْكَهْفِ فِي يَوْمِ الْجُمُعَةِ أَضَاءَ لَهُ النُّورُ مَا بَيْنَ الْجُمُعَتَيْنِ

„Wer die Sure al-Kahf am Freitag liest, dem leuchtet ein Licht zwischen den beiden Freitagen.“ (al-Ḥākim und al-Baihaqī)

Abū Saʿīd al-Ḫudrī sagte:

مَنْ قَرَأَ سُورَةَ الْكَهْفِ لَيْلَةَ الْجُمُعَةِ أَضَاءَ لَهُ مِنَ النُّورِ فِيمَا بَيْنَهُ وَبَيْنَ الْبَيْتِ الْعَتِيقِ

„Wer die Sure al-Kahf in der Freitagnacht liest, dem leuchtet ein Licht zwischen ihm und dem altehrwürdigen Haus.“ (Sunan ad-Dārimī)

Barāʾ ibn ʿĀzib berichtet:

كَانَ رَجُلٌ يَقْرَأُ سُورَةَ الْكَهْفِ وَعِنْدَهُ فَرَسٌ مَرْبُوطٌ بِشَطَنَيْنِ فَتَغَشَّتْهُ سَحَابَةٌ فَجَعَلَتْ تَدُورُ وَتَدْنُو وَجَعَلَ فَرَسُهُ يَنْفِرُ مِنْهَا فَلَمَّا أَصْبَحَ أَتَى النَّبِيَّ ﷺ فَذَكَرَ ذَلِكَ لَهُ فَقَالَ: تِلْكَ السَّكِينَةُ تَنَزَّلَتْ لِلْقُرْآنِ

„Ein Mann las die Sure al-Kahf. Neben ihm befand sich ein Pferd, das mit zwei Seilen angebunden war. Eine Wolke hüllte ihn ein und begann, sich zu bewegen und näherzukommen. Sein Pferd scheute vor ihr. Am Morgen ging er zum Propheten ﷺ und berichtete ihm davon. Er sagte: ‚Das war die Sakīna – die Ruhe –, die wegen des Korans herabkam.‘“ (Ṣaḥīḥ Muslim, 795a; auch Ṣaḥīḥ al-Buḫārī, 5011)

 

Zusammengefasst: 

1. Die Sure al-Kahf schützt uns vor der größten Fitna, und vielen anderen Fitans.

2. Die Sure al-Kahf erleuchtet uns einen Weg.

3. Die Sure al-Kahf ist eine Sakīna, welche herabgesandt wird. 

 

Die Sure schützt uns durch 5 Geschichten von einer Fitna:

1. Die Geschichte von Aṣḥāb al-Kahf wa ar-Raqīm:

Sie hielten trotz des Staatsdrucks des Taghut in ihrer Umgebung an ihrem Glauben fest. Um ihren Glauben zu bewahren, suchten sie dabei Zuflucht in einer Höhle.

Daher zeigt uns diese Geschichte, wie wir uns zu so einer Zeit zu verhalten haben.

Und sie zeigt uns, dass wir uns niemals von falschen Mächten manipulieren lassen sollen.

 

2. Die Geschichte der zwei Besitzer der beiden Gärten:

Seine Geschichte warnt davor, sich von Reichtum und äußerem Erfolg täuschen zu lassen. 

Daher zeigt sie uns, dass wir uns vor der Fitna des Kapitals, der Macht und des Geldes, sowie der Schönheit dieser Welt schützen müssen.

 

3. Die Geschichte von Adam und dem Satan:

Sie lehrt uns, dass wir uns niemals hochmütig gegenüber den Befehlen Allahs verhalten dürfen.

 

4. Die Geschichte von Moses und Khiḍr:

Ihre Geschichte zeigt uns die Grenzen des menschlichen Wissens. Wir müssen nicht immer alles auf den ersten Blick verstehen. Der Hintergrund kann meist was total anderes sein.

Sie lehrt uns, dass wir uns vor der Fitna des Wissens schützen müssen.

 

5. Die Geschichte von Ḏū l-Qarnayn:

Er setzt seine Macht und Technologie gerecht ein und erkannte sie als eine Gabe Allahs an. 

Sie lehrt uns, dass wir uns vor der Fitna der Macht und des hohen Amtes schützen können.

 

All diese Geschichten sind für uns ein Schutzschild gegen den Dajjal. 

Dies zu verstehen reicht nicht. Wir müssen es begreifen.

 

Die ersten 10 Verse der Sure al-Kahf:

Wichtig: Der Hadith nennt den Schutz, erklärt aber nicht ausdrücklich den Grund. 

Wir sehen jedoch, dass in den ersten 10 Versen der Tauhid extrem in Vorschein tritt. Diese Inhalte stärken den Tauḥīd, das Erkennen weltlicher Täuschung und die Zuflucht zu Allah. Darin liegt ein nachvollziehbarer Zusammenhang mit dem Schutz vor der Versuchung des Dajjals. Das ist jedoch eine Auslegung des Zusammenhangs, keine ausdrücklich überlieferte Begründung des Propheten ﷺ. Inhaltlich lässt sich folgender Zusammenhang erkennen:

Verse 1–3: Der Koran ist eine verlässliche, geradlinige Rechtleitung. Er richtet den Menschen auf die Ordnung Allahs aus.

Verse 4–5: Sie weisen falsche Behauptungen über Allah zurück und warnen davor, ohne Wissen über Ihn zu sprechen.

Verse 7–8: Der Schmuck dieser Welt ist eine Prüfung und wird vergehen. Äußerer Glanz ist deshalb kein Beweis für Wahrheit.

Vers 10: Die jungen Gläubigen suchen bei Allah Zuflucht und bitten Ihn um Barmherzigkeit und Rechtleitung in ihrer Angelegenheit.

 

Die letzten 10 Verse der Sure al-Kahf:

Verse 101–106: Sie warnen vor Blindheit gegenüber Allahs Zeichen und vor Selbsttäuschung. Menschen können glauben, richtig zu handeln, obwohl ihre Bemühungen fehlgehen. Die eigene Überzeugung allein garantiert also keine Wahrheit.

Verse 107–108: Sie erinnern an das Paradies als bleibenden Lohn für Glauben und rechtschaffene Taten. Das richtet den Blick über die Verlockungen dieser Welt hinaus.

Vers 109: Allahs Worte sind unerschöpflich. Menschliches Wissen bleibt begrenzt.

Vers 110: Selbst der Prophet ﷺ ist nur ein Mensch, dem offenbart wurde. Allah allein ist der anbetungswürdige Gott; Ihm darf niemand in der Anbetung beigesellt werden.

Besonders der letzte Vers lässt einen deutlichen Zusammenhang erkennen: Wer fest daran glaubt, dass Allah allein die Anbetung gebührt, hat einen Maßstab gegen jemanden, der Göttlichkeit für sich beansprucht.

Die genaue Weisheit hinter der Auswahl dieser zehn Verse kennen wir dadurch nicht mit Gewissheit.

 

Die Gründe des Untergangs der Menschen bei einer Fitna:

1. Weil die Menschen in der Zeit der Fitna sehr voreilig handeln.

2. Weil die Menschen sich sehr selbstbewusst in eine Fitna stürzen.

3. Weil dabei sehr viele Menschen sehr unterschiedliche Sachen reden, und der Mensch aufgrund seiner Voreiligkeit sich eine von den gesagten Sachen aussucht, die ihn letztendlich in einen fatalen Fehler stürzen.

 

Schlusswort:

Wichtig: Das waren nur die offenkundigen Schutzformeln, welche in der Bedeutung der Verse lagen. Es müssten aber auch noch verborgene Schutzmechanismen im arabischen Text verborgen liegen.

 

Furkan bin Abdullah
Sontra den 19.05.1448 / 30.10.2026

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