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KEINE ENTNAZIFIZIERUNG – NAZIS REGIERTEN WEITER NACH 1945

KEINE ENTNAZIFIZIERUNG – NAZIS REGIERTEN WEITER NACH 1945

HISTORISCHE DOKUMENTATION

Personelle NS-Kontinuitäten
in Deutschland nach 1945

Politik, Ministerien, Justiz, Polizei, Nachrichtendienste, Militär, Diplomatie, DDR, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien

Umfangreiche quellenbasierte Übersicht

Stand: 11. August 2026

Hinweis: NSDAP-Mitgliedschaft, NS-Funktion und individuelle Tatbeteiligung werden in dieser Dokumentation ausdrücklich voneinander unterschieden.

 

Inhaltsübersicht

1. Ergebnis, Reichweite und methodische Grenzen

2. Entnazifizierung und politische Reintegration

3. Der Fall Reinhard Gehlen

4. Institutionelle Größenordnungen

5. Bundeskanzler und Bundesminister

6. Weitere bedeutende Politiker

7. Ministerien, Justiz, Diplomatie und Sicherheitsbehörden

8. Relevante Funktionskontinuitäten ohne gesicherte NSDAP-Zuordnung

9. DDR: Politik, Justiz, Sport und Wissenschaft

10. Wirtschaft, Medizin, Wissenschaft und Medien

11. Gesamtbewertung

12. Quellenverzeichnis
 

Leseschlüssel

Eine formale Mitgliedschaft – besonders eine späte Aufnahme als Jugendlicher – ist nicht mit einer aktiven Funktion, einem SS- oder Gestapo-Dienst oder einer nachgewiesenen Beteiligung an Verbrechen gleichzusetzen. Wo Vorwürfe nicht zu einer rechtskräftigen Verurteilung führten, wird dies ausdrücklich kenntlich gemacht.  [Q11]

 

1. Ergebnis, Reichweite und methodische Grenzen

Das Gesamtbild ist eindeutig: Sowohl die Bundesrepublik als auch die DDR übernahmen zahlreiche frühere NSDAP-Mitglieder sowie Funktionsträger des nationalsozialistischen Staates. Besonders ausgeprägt waren personelle Kontinuitäten in Ministerien, Justiz, Polizei, Nachrichtendiensten, Diplomatie, Wirtschaft, Medizin und Wissenschaft.  [Q06, Q07, Q08, Q09, Q10, Q11]

Eine buchstäblich vollständige Namensliste existiert nicht. Die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages stellten fest, dass selbst die NS-Vergangenheit der Mitglieder der ersten fünf Bundestage und der Bundestagsmitarbeiter nicht systematisch untersucht worden ist. Vorhandene Handbücher und Internetlisten sind lückenhaft und methodisch uneinheitlich.  [Q01]

Diese Dokumentation verbindet daher drei Ebenen: erstens die offizielle, 2011 von der Bundesregierung vorgelegte Liste von Kabinettsmitgliedern; zweitens institutionelle Forschungsbefunde; drittens besonders relevante, einzeln belegte Fälle aus Politik, Verwaltung, Justiz, Sicherheitsapparat, DDR, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien.  [Q01, Q11]

Grenze der Aussage

Die Bezeichnung „NS-belastet“ ist keine einheitliche juristische Kategorie. Die Bundesregierung selbst weist darauf hin, dass formale Mitgliedschaft und tatsächliches Verhalten getrennt geprüft werden müssen. Diese Übersicht ist deshalb eine historische Dokumentation, keine pauschale Feststellung individueller strafrechtlicher Schuld.  [Q11]

 

2. Entnazifizierung und politische Reintegration

Gab es jemals eine Entnazifizierung in Deutschland? Ab 1945 fanden in allen Besatzungszonen Verfahren statt. Millionen Deutsche wurden erfasst und in Kategorien vom Hauptschuldigen bis zum Entlasteten eingeordnet. Die Durchführung war jedoch regional sehr unterschiedlich und verlor bereits ab 1948 deutlich an politischer Kraft.  [Q02]

In der frühen Bundesrepublik wurden zahlreiche ursprüngliche Einstufungen abgeschwächt. Fachkräftemangel, der Wunsch nach einem rasch funktionsfähigen Staat, persönliche Netzwerke und der beginnende Kalte Krieg begünstigten die Wiedereingliederung ehemaliger Beamter und Spezialisten.  [Q02, Q06, Q11]

Das 1951 beschlossene Gesetz zu Artikel 131 des Grundgesetzes verschaffte vielen früheren Beamten, Angestellten und Berufssoldaten Ansprüche auf Versorgung oder Wiedereinstellung. Dadurch kehrten Tausende in den öffentlichen Dienst zurück, teilweise bis in Leitungspositionen.  [Q03, Q11]

Zum Stichtag 31. März 1955 waren nach Angaben der Bundesregierung 15.669 von 64.387 Beamtenplanstellen der Bundesverwaltung – 24,3 Prozent – gemäß § 13 des 131er-Gesetzes besetzt. Diese Zahl darf nicht mit der Zahl ehemaliger NSDAP-Mitglieder gleichgesetzt werden, weil die Gruppe der Anspruchsberechtigten breiter war.  [Q11]

Präzise Kurzform

Wenn behauptet wird es gab Entnazifizierung, so muss mindestens festgestellt werden, sie verhinderte aber keine umfangreiche personelle Reintegration und wurde in Teilen früh beendet, abgeschwächt oder rückgängig gemacht.  [Q02, Q03, Q11]

 

3. Der Fall Reinhard Gehlen

Reinhard Gehlen war seit 1920 Berufsoffizier, leitete ab 1942 die Wehrmachtsabteilung „Fremde Heere Ost“ und übergab den USA nach Kriegsende sein Nachrichtendienstmaterial über die Sowjetunion. Mit amerikanischer Unterstützung baute er anschließend die Organisation Gehlen auf, aus der 1956 der Bundesnachrichtendienst hervorging. Gehlen wurde dessen erster Präsident.  [Q04, Q05, Q53]

In den geprüften seriösen Biografien wird keine NSDAP-Mitgliedschaft Gehlens dokumentiert. Deshalb wird er hier nicht als sicher belegtes ehemaliges NSDAP-Mitglied geführt. Er bleibt dennoch ein zentraler Fall der Funktions- und Personalkontinuität, weil seine Organisation frühere Angehörige von Gestapo, SD, SS, Waffen-SS und Einsatzgruppen systematisch rekrutierte.  [Q04, Q05]

Die BND-Forschung identifizierte 33 Mitarbeiter aus den Einsatzgruppen. Mitte der 1950er-Jahre galt ungefähr jeder zehnte BND-Mitarbeiter als Täter im engeren Sinne. Der Anteil früherer Angehöriger von Gestapo, SD und Waffen-SS nahm bis in die 1960er-Jahre hinein sogar noch zu.  [Q05]

 

4. Institutionelle Größenordnungen

Institution

Forschungsbefund

Quelle

Bundesinnenministerium

Unter 44 Personen, die 1949/50 das Ministerium als Referats-, Unterabteilungs- oder Abteilungsleiter aufbauten, nennt der Bericht 24 ehemalige NSDAP-Mitglieder, sieben frühere SA- und drei SS-Angehörige. Der Bericht gibt für 24 von 44 zugleich 52 % an; rechnerisch wären es 54,5 %.

Q06

Bundesjustizministerium

Mehr als die Hälfte der untersuchten Führungskräfte waren ehemalige NSDAP-Mitglieder, etwa jeder Fünfte hatte der SA angehört; in einzelnen Abteilungen lag der Anteil über 70 %.

Q07

Bundeskriminalamt

Ende der 1950er-Jahre hatten über 90 % der Führungskräfte zuvor in der NS-Polizei gearbeitet; ungefähr drei Viertel waren frühere NSDAP- und rund zwei Drittel frühere SS-Mitglieder.

Q08

Bundesnachrichtendienst

33 Mitarbeiter von Organisation Gehlen/BND waren frühere Einsatzgruppenangehörige. Mitte der 1950er-Jahre galt etwa jeder zehnte Mitarbeiter als NS-Täter im engeren Sinne.

Q05

Auswärtiges Amt

Rund 40 % des höheren Dienstes waren ehemalige NSDAP-Mitglieder; frühere Beamte der Wilhelmstraße prägten den Wiederaufbau.

Q09

DDR/SED

Nach einer Auswertung Harry Waibels waren 1954 rund 35,4 % der hauptamtlichen SED-Mitarbeiter und 25,8 % aller SED-Mitglieder frühere NSDAP-Mitglieder. Für 1958 nennt er 56 von 400 Volkskammerabgeordneten sowie acht Minister und neun stellvertretende Minister mit NS-Vergangenheit. Der bpb-Text ist ausdrücklich als Diskussionsbeitrag gekennzeichnet.

Q10

 

Die Studien verwenden unterschiedliche Stichproben, Zeitpunkte und Definitionen. Die Prozentwerte dürfen daher nicht addiert oder als unmittelbar vergleichbare Rangfolge gelesen werden.

5. Bundeskanzler und Bundesminister

Die Bundesregierung führte 2011 in einer tabellarischen Übersicht einen Bundeskanzler und 26 Bundesminister mit Mitgliedschaften in den ausdrücklich abgefragten Organisationen NSDAP, SA oder SS auf. Die folgende Tabelle gibt diese amtliche Aufstellung vollständig wieder und ergänzt die späteren Ämter in knapper Form.  [Q11]

Person

Bundesamt nach 1945

NS-Mitgliedschaft laut Bundesregierung

Quelle

Ewald Bucher

Justiz; Wohnungswesen und Städtebau

NSDAP seit 1.5.1937; SA

Q11/Q49

Rolf Dahlgrün

Finanzen

NSDAP seit 1.5.1933

Q11

Horst Ehmke

Justiz; Bundeskanzleramt; Forschung/Technologie; Post

NSDAP seit 20.4.1944

Q11

Herbert Ehrenberg

Arbeit und Sozialordnung

vermutlich NSDAP seit 20.4.1944

Q11

Erhard Eppler

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

NSDAP 1944

Q11

Franz Etzel

Finanzen

NSDAP; bereits 1927 ausgetreten

Q11

Hans-Dietrich Genscher

Inneres; Auswärtiges Amt

NSDAP-Aufnahme 1945

Q11/Q44

Hermann Höcherl

Inneres; Ernährung/Landwirtschaft/Forsten

NSDAP 1931–32 und erneut seit 1935

Q11/Q46

Richard Jaeger

Justiz

SA seit 1933; keine NSDAP-Mitgliedschaft in der Tabelle

Q11

Kurt Georg Kiesinger

Bundeskanzler

NSDAP seit 1.5.1933

Q11/Q42

Waldemar Kraft

Besondere Aufgaben

NSDAP seit 1.5.1943; SS seit 13.11.1939

Q11/Q52

Hans Krüger

Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte

NSDAP seit 1.5.1933

Q11/Q51

Lauritz Lauritzen

Wohnungswesen; Verkehr; Post

SA seit 1.4.1934; keine NSDAP-Mitgliedschaft in der Tabelle

Q11

Hans Lenz

Bundesschatz; wissenschaftliche Forschung

NSDAP seit 1.5.1933

Q11

Hans Leussink

Bildung und Wissenschaft

NSDAP seit 1.5.1937

Q11

Hermann Lindrath

Wirtschaftlicher Besitz des Bundes

NSDAP seit 1.5.1937; SA

Q11

Theodor Oberländer

Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte

NSDAP seit 1.5.1933; SA-Obersturmführer

Q11/Q47

Alois Niederalt

Angelegenheiten des Bundesrates und der Länder

NSDAP seit 1.5.1937

Q11

Victor-Emanuel Preusker

Wohnungsbau

NSDAP seit 1.5.1937; SA und SS

Q11

Walter Scheel

Wirtschaftliche Zusammenarbeit; Auswärtiges Amt; später Bundespräsident

NSDAP seit 1941 oder 1942

Q11/Q43

Karl Schiller

Wirtschaft; Wirtschaft und Finanzen

NSDAP seit 1.5.1937; SA 1933–38

Q11/Q48

Kurt Schmücker

Wirtschaft; Bundesschatz

NSDAP seit 1.9.1937

Q11

Oscar Schneider

Raumordnung, Bauwesen und Städtebau

NSDAP seit 20.4.1944

Q11

Gerhard Schröder (CDU)

Inneres; Auswärtiges Amt; Verteidigung

NSDAP 1.5.1933–1.9.1943; Austritt

Q11/Q45

Heinz Starke

Finanzen

NSDAP

Q11

Richard Stücklen

Post- und Fernmeldewesen; später Bundestagspräsident

NSDAP

Q11/Q50

Friedrich Zimmermann

Inneres; Verkehr

NSDAP seit 1943

Q11

 

Einordnung der amtlichen Liste

Etzel war bereits 1927 ausgetreten und damit kein Mitglied während der NS-Diktatur. Jaeger und Lauritzen werden nur mit einer SA-Mitgliedschaft geführt. Bei Ehrenberg lautet die Angabe „vermutlich“. Ehmke, Eppler, Genscher, Oscar Schneider und weitere spät Aufgenommene waren Jugendliche oder sehr junge Erwachsene. Parteikarte, bewusste Antragstellung, aktive Funktion und persönliche Schuld sind jeweils getrennte Fragen.  [Q11, Q43, Q44]

 

6. Weitere bedeutende Politiker

Person

NS-Zeit

Amt/Funktion nach 1945

Quelle

Karl Carstens

NSDAP-Aufnahme 1940; nach eigener Darstellung unter beruflichem Druck. Keine aktive Parteiarbeit belegt.

Staatssekretär, Chef des Bundeskanzleramts, Bundestagspräsident und Bundespräsident 1979–84.

Q12

Hans Filbinger

SA und NSDAP; Marinerichter, an mehreren Todesurteilen beteiligt.

Innenminister und Ministerpräsident Baden-Württembergs 1966–78; Rücktritt nach Bekanntwerden seiner Richterlaufbahn.

Q13

Theodor Maunz

NSDAP seit 1933; Staatsrechtler, der Führerstaat und Polizeirecht juristisch legitimierte.

Professor, bayerischer Kultusminister 1957–64, Mitherausgeber des Grundgesetzkommentars Maunz/Dürig; später heimlicher Berater der DVU.

Q14

Heinz Reinefarth

NSDAP und SS; als SS-Führer beim Warschauer Aufstand. Einheiten unter seinem Kommando ermordeten Zehntausende Zivilisten.

Bürgermeister von Westerland 1951–63 und Landtagsabgeordneter. Trotz Ermittlungen keine Verurteilung.

Q15

Erich Mix

NSDAP und SS; Oberbürgermeister Wiesbadens 1937–45, Mitverantwortung bei Enteignungen jüdischen Eigentums.

Erneut Oberbürgermeister 1954–60; hessischer Landtagsabgeordneter und Landtagsvizepräsident.

Q16

Ernst Achenbach

NSDAP; Leiter der politischen Abteilung der deutschen Botschaft im besetzten Paris.

FDP-Bundestagsabgeordneter 1957–76 und Europaabgeordneter; Einsatz für Amnestierung und gegen Verfolgung früherer NS-Funktionäre.

Q17

 

Bei Oberländer führten Vorwürfe wegen seiner Rolle im Krieg zu Verfahren und politischen Auseinandersetzungen. Die bundesdeutschen Ermittlungen endeten ohne Verurteilung; eine DDR-Verurteilung in Abwesenheit wurde später aufgehoben. Dies ändert nichts an seiner belegten NSDAP-, SA-, Ostforschungs- und Abwehrlaufbahn, verlangt aber eine präzise juristische Formulierung.  [Q47]

7. Ministerien, Justiz, Diplomatie und Sicherheitsbehörden

Person

Vor 1945

Nach 1945

Quelle

Kurt Breull

Frühes NSDAP-Mitglied; täuschte im Entnazifizierungsverfahren über das Eintrittsdatum.

Gründungspersonal des Bundesinnenministeriums; ab 1951 Leiter des Referats für Aufenthalts- und Ausländerrecht.

Q18

Erich Keßler

NSDAP, SA-Oberscharführer, Beamter des Reichsinnenministeriums.

Unterabteilungsleiter im Bundesinnenministerium.

Q19/Q06

Eduard Dreher

NSDAP; Staatsanwalt am Sondergericht Innsbruck und an Todesstrafenanträgen beteiligt.

1951–69 im Bundesjustizministerium, zuletzt Ministerialdirektor; mit der als „Dreher-Gesetz“ bezeichneten Regelung von 1968 verbunden.

Q20

Herbert Blankenhorn

NSDAP seit 1938, Diplomat im Auswärtigen Amt; zugleich Kontakte zum konservativen Widerstand.

Adenauers außenpolitischer Berater, Leiter der politischen Abteilung des AA, NATO-Vertreter und Botschafter.

Q21

Franz Krapf

NSDAP, SS und SD; Angehöriger des Auswärtigen Amtes.

Führender Diplomat und Botschafter der Bundesrepublik.

Q22

Theo Saevecke

NSDAP seit 1929; Sicherheitspolizei in Mailand, Beteiligung an Geiselerschießungen.

Ermittler und Führungskraft im Bundeskriminalamt; erst 1963 suspendiert.

Q08

Helmut Schreiber

HJ-Führer, NSDAP, SS und Waffen-SS; Mitverantwortung für Massaker in Frankreich und Tötungen in Polen.

1957 vom Bundesnachrichtendienst eingestellt.

Q05

 

7.1 BND: konkrete Täterbiografien

Person

NS-Funktion/Tatbezug

Nachkriegsfunktion

Quelle

Carl Schütz

SS-Hauptsturmführer und Gestapo; mitverantwortlich für das Massaker in den Ardeatinischen Höhlen bei Rom 1944.

Acht Jahre später leitende Position in der Organisation Gehlen; Aufbau eines Gestapo-Netzwerks im Dienst.

Q05

Heinrich Schmitz

Verantwortlicher in der Einsatzgruppe A für die organisatorische Durchführung des Mordprogramms im Baltikum.

Ab 1953 Agent der Organisation Gehlen, später BND-Mitarbeiter.

Q05

Helmut Schreiber

NSDAP, SS, Waffen-SS; Mitverantwortung für Massaker und Tötungen.

1957 vom BND positiv beurteilt und eingestellt.

Q05

 

7.2 BKA: personelle Netzwerke

Person

Vor 1945

Nach 1945

Quelle

Paul Dickopf

Ausbildung und Tätigkeit in der nationalsozialistischen Sicherheitspolizei.

BKA-Vizepräsident, anschließend Präsident 1965–71.

Q08

Rolf Holle

Ausbildung und Tätigkeit in der nationalsozialistischen Sicherheitspolizei.

Führende Abteilungsposition im BKA.

Q08

Eduard Michael

Tätigkeit in einem Einsatzkommando im besetzten Polen sowie in der Sicherheitspolizei.

Leiter der BKA-Verwaltung 1952–59; spätere Ermittlungen wurden eingestellt.

Q08

Josef Ochs

SS und Reichskriminalpolizei; Beteiligung an der Deportation westdeutscher Sinti 1940.

Führende Funktionen in Sicherungsgruppe und Informationsabteilung des BKA.

Q08

 

8. Relevante Funktionskontinuitäten ohne gesicherte NSDAP-Zuordnung

Die folgenden Fälle sind für die personelle oder funktionale Kontinuität zentral. Sie werden bewusst getrennt aufgeführt, weil eine NSDAP-Mitgliedschaft entweder nicht belegt, nicht das entscheidende Merkmal oder in der verwendeten Quelle nicht hinreichend gesichert ist.

Person

NS-Funktion

Nachkriegsposition

Quelle

Reinhard Gehlen

Wehrmachtgeneral; Leiter „Fremde Heere Ost“.

Gründer der Organisation Gehlen, erster BND-Präsident; systematische Rekrutierung früherer SS-, SD-, Gestapo- und Einsatzgruppenangehöriger.

Q04/Q05/Q53

Hans Globke

Kein NSDAP-Mitglied; Ministerialbeamter und Mitkommentator der Nürnberger Rassegesetze.

Staatssekretär und Chef des Bundeskanzleramts unter Adenauer 1953–63.

Q23

Franz Massfeller

Kein NSDAP-Mitglied; Rassen- und Familienrechtsexperte im Reichsjustizministerium, Teilnehmer einer Nachfolgekonferenz zur Wannseekonferenz.

Ministerialrat und Familienrechtsreferent im Bundesjustizministerium.

Q07

Hubert Schrübbers

SA; Staatsanwalt in politischen und rassistischen Verfahren.

Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz 1955–72.

Q24

Vincenz Müller

Wehrmachtgeneral.

NDPD- und Volkskammerfunktionär; stellvertretender DDR-Innen- beziehungsweise Verteidigungsminister.

Q10

Otmar von Verschuer

Führender Rassenhygieniker und Mentor Josef Mengeles.

Ab 1951 Leiter des Instituts für Humangenetik in Münster.

Q25

Karl Blessing

Reichsbankdirektor und Funktionär der NS-Kriegswirtschaft.

Präsident der Deutschen Bundesbank 1958–69.

Q26

 

9. DDR: Politik, Justiz, Sport und Wissenschaft

Die Sowjetische Besatzungszone entfernte zunächst erheblich mehr alte Funktionsträger als die westlichen Zonen. Die Entnazifizierung wurde jedoch 1948 beendet. In den folgenden Jahren wurden ehemalige nominelle NSDAP-Mitglieder zunehmend integriert, häufig über SED, NDPD und DBD, sofern sie sich gegenüber dem neuen Staat loyal verhielten.  [Q02, Q06, Q10]

Person

Vor 1945

Position in SBZ/DDR

Quelle

Manfred Ewald

NSDAP-Aufnahme 1944; in der Biografie mit dem behaupteten Auftrag einer Widerstandsgruppe erklärt.

SED-Zentralkomitee, Präsident des Deutschen Turn- und Sportbundes und langjähriger DDR-Sportchef.

Q27

Hans Reichelt

NSDAP-Anwärter 1943.

DBD-Funktionär, Landwirtschaftsminister und stellvertretender Vorsitzender des Ministerrats.

Q28

Werner Schmieder

NSDAP 1944.

DDR-Finanzminister.

Q29

Kurt Schumann

NSDAP seit 1937; Militärjurist.

Präsident des Obersten Gerichts der DDR 1949–60.

Q30

Heinz Eichler

NSDAP-Aufnahme 1944 als Jugendlicher.

Sekretär des DDR-Staatsrates 1971–90 und Mitglied des Volkskammerpräsidiums.

Q31

Wilhelm Feldmann

NSDAP seit 1937.

DDR-Minister für Leichtindustrie.

Q32

Paul Dubois

NSDAP, NS-Fliegerkorps; Leiter von Wetterdienststellen in besetzten Ländern.

Abteilungs- und Observatoriumsleiter im meteorologischen Dienst des DDR-Innenministeriums; später Professor.

Q33

Gerhard Fanselau

NSDAP seit 1940.

Leiter des Geomagnetischen Instituts und des Observatoriums Niemegk; wegen seiner wissenschaftlich-militärischen Bedeutung weiterbeschäftigt.

Q34

Egbert von Frankenberg

NSDAP, SS und Wehrmachtoffizier.

Führender NDPD-Funktionär und Vertreter der staatlichen Integrationspolitik gegenüber früheren NSDAP-Mitgliedern.

Q10

 

DDR-Einordnung

Der anfänglich tiefgreifendere Elitenaustausch in der SBZ/DDR und die spätere pragmatische Integration ehemaliger NSDAP-Mitglieder sind gleichzeitig zu berücksichtigen. Die staatliche antifaschistische Selbstdarstellung darf nicht mit vollständiger personeller Diskontinuität verwechselt werden.  [Q06, Q10, Q11]

 

10. Wirtschaft, Medizin, Wissenschaft und Medien

Person

NS-Zeit

Karriere nach 1945

Quelle

Alfried Krupp von Bohlen und Halbach

NSDAP seit 1938; Leiter des Rüstungskonzerns; Einsatz von Zwangs- und KZ-Häftlingen.

1948 zu zwölf Jahren Haft und Vermögenseinziehung verurteilt; 1951 begnadigt und Eigentum zurückerhalten; Wiederaufbau des Krupp-Konzerns.

Q35

Friedrich Flick

NSDAP seit 1937; Rüstungsindustrieller und Profiteur von „Arisierungen“ und Zwangsarbeit.

Im Nürnberger Flick-Prozess zu sieben Jahren verurteilt; 1950 entlassen; erneuter Aufbau eines der größten deutschen Industrievermögen.

Q36/Q37

Hanns Martin Schleyer

SS seit 1933, NSDAP seit 1937; NS-Studentenfunktionär und Funktionär der Besatzungswirtschaft in Prag.

Daimler-Benz-Vorstand; Präsident von BDA und BDI.

Q38

Hans Joachim Sewering

NSDAP und Reiter-SS; überwies Patienten aus einer Pflegeanstalt nach Eglfing-Haar, mehrere wurden dort getötet.

Präsident der Bundesärztekammer 1973–78; Ermittlungen wurden eingestellt.

Q39

Eberhard Taubert

NSDAP, SA, Ministerialdirektor im Propagandaministerium; antisemitische Propaganda und Drehbuchbeteiligung an „Der ewige Jude“.

Mitbegründer des staatlich unterstützten Volksbundes für Frieden und Freiheit; Berater des Verteidigungsministeriums für psychologische Kriegführung.

Q40

Werner Höfer

NSDAP seit 1933; Journalist unter anderem bei „Das Reich“.

Bedeutender NWDR/WDR-Journalist, Moderator des „Internationalen Frühschoppens“ und WDR-Fernsehdirektor; 1987 nach Enthüllungen entlassen.

Q41

 

11. Gesamtbewertung

Die personellen Kontinuitäten waren kein Zufall einzelner Lebensläufe. Mehrere strukturelle Faktoren wirkten zusammen:

  • Fachkräftemangel und das Ziel, Verwaltung und Wirtschaft schnell wieder funktionsfähig zu machen.  [Q02, Q06, Q11]
  • Kalter Krieg und Antikommunismus, die häufig stärker gewichtet wurden als eine konsequente personelle Säuberung.  [Q05, Q11]
  • Berufliche und persönliche Netzwerke, über die ehemalige Kollegen einander empfahlen, einstellten und schützten.  [Q05, Q06, Q08, Q09]
  • Abgeschwächte Entnazifizierungsurteile, Amnestien und das Gesetz zu Artikel 131 GG.  [Q02, Q03, Q11]
  • In der DDR: anfänglich stärkerer Elitenaustausch, später aber selektive Integration bei politischer Loyalität.  [Q06, Q10, Q11]

Die präziseste Schlussfolgerung lautet daher: Es gab keine Entnazifizierung, es wurde keine umfangreiche personelle Kontinuität verhindert. In mehreren zentralen Behörden wurden frühere Angehörige von NSDAP, SA, SS, Gestapo, SD, Einsatzgruppen und NS-Justiz übernommen und erreichten erneut Leitungspositionen.  [Q02, Q05, Q06, Q07, Q08, Q09, Q11]

 

Kernaussage

Die frühe deutsche Nachkriegsgeschichte war zugleich demokratischer Neubeginn und personelle Fortsetzung von Nazis.  [Q01, Q06, Q11]

 

Eine Recherche von
Im Auftrag des Islam


12. Quellenverzeichnis

Die Quellen sind im Text und in den Tabellen mit Q-Nummern angegeben. Alle Internetadressen sind anklickbar. Abgerufen beziehungsweise zuletzt geprüft am 11. August 2026.

Q01  Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages: Forschungsstand zur NS-Vergangenheit von Bundestagsabgeordneten und -mitarbeitern

https://www.bundestag.de/resource/blob/823830/94971e81723febd93a43282820bd6515/WD-1-045-18-pdf-data.pdf

Q02  Bundeszentrale für politische Bildung: Demokratisierung durch Entnazifizierung und Erziehung

https://www.bpb.de/themen/nationalsozialismus-zweiter-weltkrieg/dossier-nationalsozialismus/39605/demokratisierung-durch-entnazifizierung-und-erziehung/

Q03  BMI/ZZF/FU-Ausstellung: Franz Herrmann und das Gesetz zu Artikel 131 GG

https://ausstellung.geschichte-innenministerien.de/biografien/franz-herrmann/

Q04  Institut für Stadtgeschichte Frankfurt: Reinhard Gehlen

https://www.frankfurt1933-1945.de/index/personen/572/reinhard-gehlen

Q05  Deutschlandfunk: Warum der Bundesnachrichtendienst so viele NS-Täter rekrutierte

https://www.deutschlandfunk.de/bnd-bundesnachrichtendienst-nationalsozialismus-ns-taeter-100.html

Q06  ZZF/FU: Abschlussbericht zum Forschungsprojekt über BMI und DDR-Innenministerium

https://zzf-potsdam.de/sites/default/files/bmi-projekt_abschlussbericht-vorstudie-21018.pdf

Q07  Legal Tribune Online: Die Akte Rosenburg – NS-Kontinuitäten im Bundesjustizministerium

https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/rosenburg-akte-projekt-bmjv-nationalsozialismus-vergangenheit-ministerium-mitarbeiter-nsdap-drittes-reich

Q08  Zeithistorische Forschungen: Das Bundeskriminalamt und seine NS-Vergangenheit

https://zeithistorische-forschungen.de/1-2012/4405

Q09  Auswärtiges Amt: Rede zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit des Auswärtigen Dienstes

https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/217602-217602

Q10  Deutschland Archiv/bpb: Harry Waibel – Ehemalige Nazis in der SED (Diskussionsbeitrag)

https://www.bpb.de/themen/deutschlandarchiv/562901/ehemalige-nazis-in-der-sed/

Q11  Deutscher Bundestag, Drucksache 17/8134: Antwort der Bundesregierung – Umgang mit der NS-Vergangenheit

https://dserver.bundestag.de/btd/17/081/1708134.pdf

Q12  LeMO: Karl Carstens

https://www.hdg.de/lemo/biografie/karl-carstens

Q13  Konrad-Adenauer-Stiftung: Hans Karl Filbinger

https://www.kas.de/de/web/geschichte-der-cdu/personen/biogramm-detail/-/content/hans-karl-filbinger

Q14  NS-Dokumentationszentrum München: Theodor Maunz

https://www.nsdoku.de/lexikon/artikel/maunz-theodor-536

Q15  Deutsche Biographie: Heinz Reinefarth

https://www.deutsche-biographie.de/gnd128604689.html

Q16  Stadtlexikon Wiesbaden: Erich Mix

https://www.wiesbaden.de/en/microsite/stadtlexikon/import/a-z/mix-erich

Q17  Stadt Gelsenkirchen: Ernst Achenbach

https://www.gelsenkirchen.de/de/stadtprofil/stadtgeschichten/gelsenkirchener_persoenlichkeiten/ernst_achenbach.aspx

Q18  BMI/ZZF/FU-Ausstellung: Kurt Breull

https://ausstellung.geschichte-innenministerien.de/biografien/kurt-breull/

Q19  BMI/ZZF/FU-Ausstellung: Erich Keßler

https://ausstellung.geschichte-innenministerien.de/biografien/erich-kessler/

Q20  Bundeszentrale für politische Bildung: Das Dreher-Gesetz und die faktische Amnestie von NS-Tätern

https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/541083/amnestie-von-ns-taetern-das-dreher-gesetz-von-1968/

Q21  Konrad-Adenauer-Stiftung: Herbert Blankenhorn

https://www.kas.de/de/web/geschichte-der-cdu/personen/biogramm-detail/-/content/herbert-blankenhorn

Q22  Deutschlandfunk Kultur: Kontinuitäten im Auswärtigen Amt, unter anderem Franz Krapf

https://www.deutschlandfunkkultur.de/fein-abgestufte-pflege-der-hierarchien-und-privilegien-100.html

Q23  LeMO: Hans Globke

https://www.hdg.de/lemo/biografie/hans-globke.html

Q24  ARD/Panorama: Die Affäre Schrübbers – NS-Staatsanwalt und Verfassungsschutzpräsident

https://www.ardmediathek.de/video/panorama/affaere-schruebbers-nazi-staatsanwalt-und-verfassungsschuetzer/das-erste/Y3JpZDovL25kci5kZS9iN2Q2NmQwNi1kNmY3LTRiNmItYTlmMy05YmIzZTFkYTliYzg

Q25  Universität Münster: Otmar von Verschuer

https://www.uni-muenster.de/news/view.php?cmdid=13053

Q26  Institut für Zeitgeschichte: Forschungsprojekt zur Biografie Karl Blessings

https://www.ifz-muenchen.de/en/research/ea/research/karl-blessing-1900-1971-a-biography?type=98

Q27  Bundesstiftung Aufarbeitung: Manfred Ewald

https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/manfred-ewald

Q28  Bundesstiftung Aufarbeitung: Hans Reichelt

https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/hans-reichelt

Q29  Bundesstiftung Aufarbeitung: Werner Schmieder

https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/werner-schmieder

Q30  Bundesstiftung Aufarbeitung: Kurt Schumann

https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/kurt-schumann

Q31  Bundesstiftung Aufarbeitung: Heinz Eichler

https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/heinz-eichler

Q32  Bundesstiftung Aufarbeitung: Wilhelm Feldmann

https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/wilhelm-feldmann

Q33  BMI/ZZF/FU-Ausstellung: Paul Dubois

https://ausstellung.geschichte-innenministerien.de/biografien/paul-dubois/

Q34  BMI/ZZF/FU-Ausstellung: Gerhard Fanselau

https://ausstellung.geschichte-innenministerien.de/biografien/gerhard-fanselau/

Q35  WDR Stichtag: Alfried Krupp wird aus der Haft entlassen

https://www1.wdr.de/stichtag/stichtag2704.html

Q36  Deutsche Biographie: Friedrich Flick

https://www.deutsche-biographie.de/gnd118533959.html

Q37  Deutschlandfunk: Der Flick-Prozess

https://www.deutschlandfunk.de/flick-prozess-100.html

Q38  LeMO: Hanns Martin Schleyer

https://www.hdg.de/lemo/biografie/hanns-martin-schleyer.html

Q39  Zeitgeschichte-online: Hans Joachim Sewering – Abwehren, Verschweigen, Aufklären

https://zeitgeschichte-online.de/themen/abwehren-verschweigen-aufklaren

Q40  NS-Dokumentationszentrum München: Eberhard Taubert

https://www.nsdoku.de/lexikon/artikel/taubert-eberhard-829

Q41  Portal Rheinische Geschichte: Werner Höfer

https://rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/werner-hoefer/DE-2086/lido/652fc0fa843747.47101094

Q42  LeMO: Kurt Georg Kiesinger

https://www.hdg.de/lemo/biografie/kurt-georg-kiesinger.html

Q43  LeMO: Walter Scheel

https://www.hdg.de/lemo/biografie/walter-scheel.html

Q44  BMI/ZZF/FU-Ausstellung: Hans-Dietrich Genscher

https://ausstellung.geschichte-innenministerien.de/biografien/hans-dietrich-genscher/

Q45  BMI/ZZF/FU-Ausstellung: Gerhard Schröder

https://ausstellung.geschichte-innenministerien.de/biografien/gerhard-schroeder/

Q46  BMI/ZZF/FU-Ausstellung: Hermann Höcherl

https://ausstellung.geschichte-innenministerien.de/biografien/hermann-hoecherl/

Q47  LeMO: Theodor Oberländer

https://www.hdg.de/lemo/biografie/theodor-oberlaender.html

Q48  LeMO: Karl Schiller

https://www.hdg.de/lemo/biografie/karl-schiller.html

Q49  ARD Retro: Bundesjustizminister Ewald Bucher und die NS-Vergangenheit

https://www.ardmediathek.de/video/br-retro/ns-prozesse-justizminister-ewald-bucher-1963/br/Y3JpZDovL2JyLmRlL3ZpZGVvL2JlYTIyNDE3LWRiYTgtNDJiZi05ZDNmLTk0YTlhMjg4ZTFjMA

Q50  CSU-Geschichte: Richard Stücklen

https://www.csu-geschichte.de/personen/detail/richard-stuecklen

Q51  Institut für Zeitgeschichte: Michael Schwartz – Funktionäre mit Vergangenheit

https://www.ifz-muenchen.de/en/publications/individual-publications/funktionaere-mit-vergangenheit-1

Q52  Deutsche Biographie: Waldemar Kraft

https://www.deutsche-biographie.de/gnd124550282.html

Q53  National Security Archive: The CIA and Nazi War Criminals – Organisation Gehlen

https://nsarchive2.gwu.edu/NSAEBB/NSAEBB146/index.htm

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